Kurzbericht über die Jahrestagung der BöfAE

Kurzbericht über die Jahrestagung der BöfAE in den Hoffmannschen Höfen in Frankfurt am 28. + 29. November 2016.

Lernortkooperation Fachschule /Fachakademie – Praxis im Kontext der kompetenz-orientierten Lehrpläne und der Prozesse der Implementierung in den Fachschulen /Fachakademien für Sozialpädagogik standen auch am 28. + 29. November in Frankfurt/M. im Mittelpunkt der Tagung der BöfAE.

Über 100 Teilnehmerinnen aus den Fachschulen und Fachakademien aus allen Bundesländern bekamen durch die Referate einen Überblick zu konzeptionellen Überlegungen und Beispielen der didaktischen Gestaltung der Lernortkooperation.

Amelie Ruff (Alice Salomon Schule, Hannover) führte in die Thematik mit einem Referat zu konzeptionellen Überlegungen aus der Sicht der kompetenzorientierten Erzieherausbildung ein. Der Beitrag schaffte u. a. einen Überblick über das Verhältnis von Theorie und Praxis im sozialpädagogischen Berufsfeld und der Entwicklung beruflicher Handlungskompetenzen und reflexiver Handlungsfähigkeit. Ebenso wurden für die Lernortkooperation relevante Lehr- Lernformate reflektiert.

Im Anschluss stellten Vertreter aus den Fachschulen, der Praxis und der Weiterbildung aus verschiedenen Bundesländern fünf Aspekte der Theorie-Praxis Verzahnung und der Lernortkooperation vor. Ute Weber und Tobias Kämper (Berufskolleg der AWO, Bielefeld) beschäftigten sich mit dem Aufbau reflexiver Kompetenzen durch die Theorie-Praxis-Verzahnung in Unterricht, Praktika und Praxisbegleitung. Angelika Müller (Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein) stellte ein Fortbildungsformat für eine gelingende Lernortkooperation für Vertreter beider Lernorte vor. Ute Eggers (Herman-Nohl-Schule, Hildesheim) stellte in ihrem Beitrag die Praxisbegleitung-Lernortkooperation und Projekte in der kompetenzorientierten praktischen Ausbildung anhand der Praxismodule aus dem Lehrplan für Fachschulen für Sozialpädagogik in Niedersachsen vor. Frau Krummsdorf und Frau Nimmler (DPFA Schulen Bildungszentrum Leipzig) stellten ihre Erfahrungen als teilnehmende Fachschule und Kita am Bundesprogramms „Lernort Praxis“ (2013-2016) vor. Jens Jung, (FSP 2, Hamburg) berichtete über die Veränderungen an den Fachschulen für Sozialpädagogik im Hamburg und zeigte die Struktur der Verzahnung von Theorie und Praxis mit der Kooperation der Lernorte und der Individualisierung der Ausbildung auf.

Am Abend des ersten Tages informierte Frau Dr. Tessmann zunächst über den Arbeitsstand der Länderoffenen Arbeitsgruppe zur Implementierung des Q Profils, über die anstehende Veröffentlichung der Kompetenzraster und zukünftige Arbeitsinhalte.
In den traditionellen Länderberichten zum Abschluss des Tages wurde über die Implementierungsprozesse der kompetenzorientierten Lehrpläne aus den einzelnen Bundesländern berichtet. Da fast alle Bundesländer auf unserer Tagung vertreten waren, ergab sich ein umfassendes Bild. Bis auf Niedersachsen überwiegen in fast allen Ländern, die schulinternen Aktivitäten. Die Fachschulen werden eher selten durch schulübergreifende Angebote unterstützt. Materialien mit Umsetzungsanregungen werden in den meisten Ländern zur Verfügung gestellt.

Der zweite Tag begann mit der traditionellen Mitgliederversammlung. Neben den Berichten aus den verschiedenen Gremien wurde über das Bundesprogramms „Lernort Praxis“ (2013-2016) berichtet. (www.fruehe-chancen.de)

Zu dem zweiten Schwerpunkt der Tagung stellte Stephan Sausel – stellvertretender Leiter des Studienseminars Stade – ein Modell der kompetenzorientierten Lehrausbildung dar. Im Mittelpunkt seiner Reflexion stand die notwendige didaktische und methodische Umgestaltung des Vorbereitungsdienstes. Dabei nehmen das Üben von kompetenzorientiertem Lernen und Arbeiten bzw. die Gestaltung von Lernsituationen und der Umgang mit Kompetenzrastern als Basis einer transparenten und selbstorganisierten Reflexion einen breiten Raum für die Entwicklung unterrichtlicher Handlungskompetenz ein
Die Power Point Präsentationen der verschiedenen Beiträge stehen als PDF im Folgenden zur Verfügung.

Termin für die Jahrestagung 2017: 21./22.11.2017 in Frankfurt

 

Material / Anhänge zur Jahrestagung:
(Ein Klick auf die Grafik öffnet die Präsentation in einem neuen Fenster.)

2016-boefae-tagung_amelie-ruff_28-11-16Amelie Ruff:
Lernortkooperation Fachschule/Fachakademie – Praxis
Konzeptionelle Überlegungen aus der Sicht einer kompetenzorientierten Ausbildung

 

 

 

2016-boefae-tagung_kaemper-weber-28-11-16Tobias Kämper, Ute Weber:
Aufbau reflexiver Kompetenzen durch die Theorie-Praxis-Verzahnung in Unterricht, Praktika und Praxisbegleitung

 

 

 

2016-boefae-tagung_angelika-mueller_2-28-11-16Angelika Müller:
Verteter beider Lernorte im Tandem – ein Fortbildungsformat für eine gelingende Lernortkooperation

 

 

 

 

2016-boefae-tagung_ute-eggers-28-11-16Ute Eggers:
Praxisbegleitung-Lernortkooperation Projekte in der kompetenzorientierten praktischen Ausbildung

 

 

 

 

2016-boefae-tagung_jens-jung_28-11-16Jens Jung:
Verzahnung von Theorie und Praxis: Individualisierung der Ausbildung – Kooperation der Lernorte

 

 

 

 

2016-boefae-tagung_sausel-kompetenzorientierung-am-studsemstd-29-11-16Stephan Sausel:
Bemerkungen zu einer kompetenzorientierten Ausbildung am Studienseminar Stade

Jahrestagung 2016: Lernortkooperation Fachschule / Fachakademie – Praxis

BöfAE – Jahrestagung
am 28. + 29. November 2015
in Frankfurt / Main – Hoffmannsche Höfe

Lernortkooperation Fachschule / Fachakademie – Praxis

Liebe Kolleginnen und Kollegen der sozialpädagogischen Fachschulen und Fachakademien,

wir laden Sie ganz herzlich zu der Jahrestagung der BöfAE ein. Wir freuen uns, wenn das Programm ihr Interesse findet und wir uns in Frankfurt sehen.

Die Anmeldung ist wieder online über den folgenden Link möglich. Bitte beachten Sie, dass wir nur begrenzte Plätze und Übernachtungsmöglichkeiten haben.

Die Anmeldefrist endet am 01.11.2016.

Interview zum Frankfurter Appell: Kompetenzorientierung in der Ausbildung

kindergarten_heute_8_2016_S30_32Diese wird seit über einem Jahr von Fachschulen und -akademien in den Unterricht implementiert. Die Komplexität dieser Aufgabe wird erst nach und nach deutlich. Daher fordert die BöfAE1 in ihrem „Frankfurter Appell“ eine Unterstützung für Lehrkräfte. Wie diese aussehen muss, schildert Ruth Schwake im Gespräch.

Lesen Sie hier das vollständige Interview mit Ruth Schwake im Fachmagazin für Frühpädagogik kindergarten heute (Ausgabe 08/2016).

Kurzbericht über die Jahrestagung der BöfAE in den Hoffmannschen Höfen in Frankfurt am 23. + 24. November 2015

Die neuen kompetenzorientierten Lehrpläne und die Prozesse der Implementierung in den Fachschulen / Fachakademien für Sozialpädagogik standen auch am 23. + 24. November in Frankfurt/M. im Mittelpunkt der Tagung der BöfAE .

Über 100 Teilnehmerinnen aus den Fachschulen und Fachakademien aus allen Bundesländern bekamen durch die Referate einen Überblick über Ansätze zur Implementierung der neuen Lehrpläne.

Den Auftakt machte Dr. Volker Kreß von der Sächsischen Bildungsagentur, Dresden mit einem Vortrag zur „Haltung und Rolle von Lehrpersonen im Rahmen einer kompetenzorientierten Ausbildung von Erzieherinnen in einer Fachschule / Fachakademie“. Die Herstellung einer kompetenzorientierten Lernkultur durch Dozenten /-innen und das neu zu füllende Spannungsverhältnis von fachlicher, didaktischer und pädagogischer Kompetenz wurden an der Unterrichtspraxis herausgearbeitet.

Prof. P.D.F. Sloane von der Universität Paderborn vertiefte die Betrachtung der Umsetzung der neuen Lehrpläne unter dem Focus der „Kompetenzorientierten Leistungsmessung“. Er entfaltete das Thema über die Klärung verschiedener Kompetenzmodelle und den zugrundliegenden lerntheoretischen Implikationen. Modelle der Leistungsmessung und konkrete Verfahren (z.B. Lernsituationen als Prüfungsaufgaben) wurden exemplarisch vorgestellt. Beispiele der Beobachtung der Kompetenzen und Indikatoren der Erfassung performativer Leistungen schlossen den Vortrag ab.

Am zweiten Tag stellten Dr. Ines Tessmann, Silke Bock, Britt Albrecht und Thomas Weber von der „Länderoffenen Arbeitsgruppe der Fachschulen/Fachakademien für Sozialpädagogik“ (LOAG) ausgesuchte Arbeitsergebnisse der bisherigen Arbeit dieser Gruppe vor. Die ReferentInnen dieser Gruppe gaben konkrete Einblicke zum Stand der Umsetzungsarbeiten für die Bereiche „Kompetenzraster in der Theorie-Praxis-Verzahnung“, „Kompetenzraster im berufsbezogenen Unterricht“ und „Schriftliche Prüfungen“.

 

Material / Anhänge zur Jahrestagung:

2015-Dr.Volker-KreßDr. Volker Kreß:
Haltung und Rolle von Lehrpersonen im Rahmen einer kompetenzorientierten Ausbildung von Erzieherinnen in einer Fachschule / Fachakademie

Hinweis: Bei dem Download handelt es sich um eine ZIP-Datei (ca. 62 MB!) mit einer Präsentation im prezi-Format. D.h., dass nach dem Entpacken u.a. eine ausführbare exe-Datei vorliegt.

 

2015-Sloane-Referat-BoefAE-Tagung

Prof. Dr. Peter F. E. Sloane, Paderborn:
Kompetenzorientierte Leistungsbewertung

 

 

 

 

2015-LOAG-Praesentation-BoefAE-15-11-24Dr. Ines Tessmann (Brandenburg), Silke Bock (Thüringen), Brit Albrecht (Nordrhein-Westfalen) und Thomas Weber (Nordrhein-Westfalen):

Die Arbeit in der länderoffenen Arbeitsgruppe der Fachschulen/Fachakademien für Sozialpädagogik – vor dem Hintergrund der Umsetzung des kompetenzorientierten Qualifikationsprofils in der Fachschule für Sozialpädagogik

Osnabrücker Erklärung

Die Gemeinsame Vertretung der Bundesverbände der Ausbildungsstätten für Sozialpädagogik ist der Zusammenschluss der 3 Fachschulverbände BeA (Bundesverband evangelischer Ausbildungsstätten für Sozialpädagogik), BöfAE (Bundesarbeitsgemeinschaft öffentlicher und freier nicht konfessionell gebundener Ausbildungsstätten für Erzieher und Erzieherinnen) und der BAG KAE (Bundesarbeitsgemeinschaft katholischer Ausbildungsstätten für Erzieherinnen und Erzieher). Als Gemeinsame Vertretung repräsentieren die Fachschulverbände rund 450 Fachschulen und Fachakademien mit etwa 20.000 staatlich anerkannten Absolventen und Absolventinnen jährlich. In mehreren Verlautbarungen und Presseerklärungen hat sie sich regelmäßig zu den Rahmenbedingungen, der Qualität und den Standards von Ausbildung und Berufsbild geäußert.

Osnabrücker Erklärung zum Download.

2015-3er-BAG-Osnabruecker-Erklaerung

VERDI Info Ausgabe 06: Jetzt geht’s los – Aufwertung jetzt!

VERDI hat die Tarifregelungen für den Sozial- und Erziehungsdienst gekündigt.
Dadurch sollen die Tätigkeiten der Mitarbeiterinnen entsprechend den beruflichen Anforderungen neu eingeordnet werden.
VERDI setzt sich in dieser Tarifrunde dafür ein, dass u.a. die Arbeit von Erzieherinnen nicht mehr nach der Entgeltgruppe S6 sondern zukünftig mindestens nach der Gruppe S10 bezahlt wird.
Eine längst fällige Forderung – auch im Interesse der Fachschulen + Fachakademien und ihrer Absolventinnen.

2015-Verdi Kampagne

Hier gelangen Sie zur Ausgabe 06.

 

 

 

 

 

 

 

Weitere Information zum Thema „ver.di leitet kommunalen Arbeitgebern umfassendes Forderungspapier zu! – Forderungsaufstellung für die Aufwertung der Sozial- und Erziehungsberufe abgeschlossen“ erhalten Sie hier: https://www.soziale-berufe-aufwerten.de/aktuelles/nachrichten/verdi-leitet-kommunalen-arbeitgebern-umfassendes-forderungspapier-zu/.

Arbeitsplatz Kita – Analysen zum Fachkräftebarometer Frühe Bildung 2014

2015-Arbeitsplatz-KitaMit der Veröffentlichung „Arbeitsplatz Kita“ hat WiFF die Zahlen des „Fachkräfte Barometers“ von 2014 ergänzt.
Für die Fachschulen und Fachakademien besonders interessant ist der letzte Teil „Fachkräfte- bedarf und Fachkräftedeckung in der Kindertagesbetreuung 2014-2025“. Vorausgesetzt, die Zahlen und Annahmen stimmen, dann bilden die FS / FA fast in allen Bundesländern in den nächsten Jahren deutlich über dem Fachkraftbedarf aus.

Hier gelangen Sie zu der Veröffentlichung „Arbeitsplatz Kita“.

 

Autoren: Kirsten Hanssen, Anke König, Carola Nürnberg, Thomas Rauschenbach (Hrsg.)